Das Ende der Digitalisierung
Shownotes
Thorsten Pötter ist erneut bei Thomas Tauchnitz und Kurt D. Bettenhausen zu Gast.
Diesmal spricht er über das Ende der Digitalisierung – ein Senior Vice President Digital Transformation bei Samson spricht über das Ende der Digitalisierung???
Warum dieser provozierende Titel genau der passende ist, welche Erwartungen in Bezug auf Digitalisierung bis heute erfüllt wurden und welche nicht und zuletzt die Antwort auf die Frage „Können wir heute Digitalisierung noch mit Fortschritt gleichsetzen?“ erfahrt Ihr in dieser Folge.
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00:00:00: Herzlich willkommen Thorsten Pötter.
00:00:03: Thorsten, du bist Senior Vice-Präsident Digital Transformation bei der Samsung AG in Frankfurt am Main und in den Amur aktiv – sehr aktiv!
00:00:13: Du bist zum zweiten Mal unser Gast aber trotzdem stelle dich doch bitte unseren Hörerinnen und Hörern noch kurz vor.
00:00:20: Ja
00:00:21: hat es dir schon gesagt, Thorsten Peter stecken fährt immer gewesen, Digitalisierung heute bei Samsung hast du erzählt, Vorher in ganz vielen Funktionen beim großen Unternehmen am Rhein bei Leverkusen gewesen, heißt Bayer hieß immer Bayer.
00:00:39: Da viel kennengelernt Umfeldforschung IT aber auch ist ein Prozessanlagenbau und da kommt das Digitalisierung Hobby her was mich bis heute weiter bewegt und freue mich dann heute auf unseren Dialog!
00:00:56: Ja wir auch Thorsten.
00:00:58: Beim letzten Mal haben wir über den Automationkongress Baden-Baden gesprochen.
00:01:03: Diesmal haben wir ein noch spannenderes Thema.
00:01:06: Du hast als Titel gewünscht, das Ende der Digitalisierung und das als Digital Transformation Officer eines Unternehmens.
00:01:16: Warum hast du denn den Titel erwünsht?
00:01:19: Auf
00:01:20: der einen Seite provoziere ich ja gerne um eine Aufmerksamkeit zu bekommen.
00:01:23: Das ist natürlich ein Stückchen in dem Titel drin.
00:01:26: Warum habe ich mir den Titel gewünscht, weil ich so in dem
00:01:31: Erleben
00:01:32: auch mit dem Wechsel von einem Großunternehmen in den Mittelstand erlebe wo steht man mit Digitalisierung wirklich?
00:01:39: Welche Themen kommen da verstärkt auf einen zu.
00:01:44: Auch im privaten Umfeld und hab mich dann schon ein paar mal dabei erwischt.
00:01:50: die Welt hat sich verändert digitalisierungsthemen sind dabei.
00:01:53: aber Ist das was wir machen alles noch richtig?
00:01:57: Wo bewegen wir es hin, was müssen wir zusätzlich reinbringen?
00:02:00: und es geht mir nicht um das Ende der Digitalisierung sondern ich glaube eher den Ansatz wie wir mit Digitalisierung umgehen neu zu bedenken weg von reinen technischen Denken.
00:02:13: Was ist machbar?
00:02:15: zudem was is sinnvoll und notwendig dass ein Stückchen in den Vordergrund reinzubringen?
00:02:23: dann auch immer wieder so das ewige Versprechen der IT und der Digitalisierung.
00:02:29: Alles wird schöner, wird besser... Da ist viel passiert.
00:02:33: aber stimmt denn das alles noch?
00:02:35: So wenn man sich einfach mal nach hinten lehnt und sagt naja wir fallen so ein paar Sachen ein wo wir es vielleicht inzwischen überdreht haben.
00:02:44: Thorsten lass uns da mal ansetzen versprechen versus Erwartung und dass was dann hinten rausgekommen ist unter dem Strich Eine der ganz großen Erwartungen, die Digitalisierung war und ist ja das alles einfacher wird.
00:02:57: Wir haben einfachere schnelle Abläufe, wir haben keine Papierformulare mehr, wir können vieles voll oder teilautomatisiert bearbeiten.
00:03:09: Im Gegenzug sehen wir Hundertfünfzig Accounts, Achtzig Passworder, zwanzig Apps, digitale Bürokratie, Multi-Factor Authentication in verschiedensten Accounts.
00:03:20: Wie weit haben wir denn dieses erste Versprechen und die zugehörige Erwartung bis heute erfüllt oder erreicht?
00:03:28: Da haben wir genau diesen Spagat an der Stelle.
00:03:32: Ich glaube, es ist vieles am vielen Stellen schneller und besser geworden.
00:03:37: Was wir nicht so hinbekommen haben, ist das aus einer einheitlichen Sicht eines Users anzugucken um das zu machen.
00:03:47: Ich habe das mal so ganz nett mit Freunden besprochen und hab dann gesagt, ne das ist Tamagotchi.
00:03:53: Das kenn ihr auch noch alle als digitales Tool was man sehr vermenschlich hat weil man musste das dann füttern und hegen und pflegen.
00:04:01: Da lobt Leute mitreden und streicheln und vor allen Dingen auch füttern.
00:04:04: und wenn wir da nicht tat war es dann irgendwann mal kaputt tot in der Betrachtungsweise.
00:04:10: Und jetzt setze ich mich mal einfach so hin und gucke mal auf meine digitalen Endgeräte.
00:04:15: Bevor ich eigentlich was machen kann, lande ich in so einer Situation dass das irgendwas von mir will.
00:04:20: wenn ich im Arbeitsumfeld will muss noch das letzte Patch aufgespielt werden.
00:04:25: Wenn ich an meiner App dran bin, an meiner Banking-App bevor ich das machen kann, kriege ich eine Erinnerung dass man die AGs verändert hat.
00:04:35: Die soll ich dann erst mal leben.
00:04:37: Zumindest scrollte sie durch muss ich unten in den Haken setzen damit sich das tun kann.
00:04:42: und da erwische ich mich immer wieder bei der Tatsache ja... Ich finde viele einzelne Beispiele mit einer Verbesserung Digitaler Mensch dann mit den vielen Varianten komme ich eigentlich eher schon so bei einer digitalen Bürokratie an, wo ich viel mehr Dinge immer erledigen und machen muss als ich eigentlich wollte um das zu machen.
00:05:09: Und du hast gesagt Papier ist weg?
00:05:11: Ja wie häufig haben wir das erlebt wenn man mit jemandem was möchte ein Formular ausfüllen oder sich in eine Hotline einarbeiten und einen Sprachassistenten hat
00:05:23: Solange
00:05:23: man den Mainstream hat, kommt man vielleicht voran.
00:05:27: Sobald man eine Spur abweichen davon hat ist man spätestens... Ab jetzt ist ihre Wartezeit für sich bis zu forty-fünf Minuten bis sie Human Being mal erreichen und ihm vielleicht eine andere Frage stellen können.
00:05:42: Also die Antwort ist es hat sich viel getan.
00:05:47: fühlt sich das in Summe heute richtig gut an?
00:05:50: aus meiner Sicht nicht.
00:05:52: Ja, lass mich da mal noch einen draufsetzen als Frage.
00:05:55: Also ich habe durchaus im betrieblichen Alltag in unterschiedlichsten Konstellationen Menschen erlebt die es mir als Digitalisierung verkauft haben dass sie Dokumente als PDF haben das PDF ausgedruckt wird unterschrieben wird weil man digitale Signaturen nicht kannte dann unterschreiben wurde wieder eingescannt wurde und zum nächsten gesendet wurde.
00:06:21: Erlebst du das heute auch noch, oder sagst du in deinem Umfeld?
00:06:24: Das ist jetzt mal endgültig vorbei und wir haben digitale Identitäten und digitale Signaturen.
00:06:30: Ich erlebe es immer noch an der Stelle!
00:06:35: Es gibt einmal von den technischen Möglichkeiten dass man's vielleicht anders machen könnte.
00:06:39: ich erlebe aber auch viele die sich schwer tun das zu tun.
00:06:43: also eine ich sage mal keine Werbung eine Doku sein Unterschrift zu setzen Da sind die meisten schon draußen, weil sie nicht wissen wie es geht.
00:06:52: Wie man's machen musste, wie man die Erstanmeldung getan hat und so weiter.
00:06:56: also Es bleibt für mich immer noch sehr stark zu beobachten dass wir die digitale Kette verlassen wieder in einfache Medien reingehen Und dann wie du gerade beschrieben hast unterschreiben weitereichen machen.
00:07:11: Also Die Technik ist da.
00:07:16: Ist sie schon so einfach zu nutzen und für die breite Masse?
00:07:22: Ich sehe es an vielen Stellen nicht.
00:07:25: Ja, damit sind wir schon aus dem reinen technischen Themen heraus.
00:07:31: Muss den Menschen den Anwender abholen.
00:07:35: Ein Thema mit uns Menschen.
00:07:37: eine Erwartung an die Digitalisierung war ja auch letztlich dass das Internet der Demokratie hilft dass Wissen für jeden zur Verfügung steht, dass letztlich auch in armen Ländern der Zugriff auf das aktuelle Wissen da ist.
00:07:57: Wie siehst du denn die Entwicklung?
00:07:59: Die politische Entwicklung aus jetziger
00:08:02: Sicht?
00:08:04: Sehr kritisch um das gleich verweckt zu nehmen.
00:08:07: an der Stelle ich glaube diese Grundidee Ich sage mal zu sagen, ja mit Wissen wenn alle wissen zugänglich haben dass sie verknüpfen.
00:08:18: Mit Demokratisierung.
00:08:19: das ist etwas was sehr stark am Anfang propagiert ist wann und wo das genau abgebogen ist es sicherlich auch im Moment nochmal diskutieren können.
00:08:29: aber was erlebe ich denn heute?
00:08:31: Wenn ich mich einmal nach hinten bewege und das ganz versuche mal ein bisschen zu beleuchten?
00:08:39: Informationen?
00:08:41: Ja.
00:08:42: Aber viel zu viele, weil ich werde ja geflutet mit Informationen.
00:08:48: Also man fällt in so eine gewisse Orientierungslosigkeit rein.
00:08:55: Wenn ich diese Informationen dann angucke Dann kann man als Demokratisierungselement sagen Jeder darf jetzt seine Meinung haben und seinen Wissen teilen.
00:09:06: Was aber wahrnehmbar für mich ist, dass ich vielleicht extreme Randmehnungen das Medium aus meiner Sicht besser verstanden haben und viel lauter sind.
00:09:20: Viel mehr Aufmerksamkeit bekommen.
00:09:22: Und der eigentliche Demokratisierungsgedanke bei mir relativ einfach... Ich versuche Mehrheiten zu finden in einem Umfeld.
00:09:31: Ein Stückchen verloren geht weil viele aus der Meinungsmitte oder wie wir das nennen wollen, sich gar nicht mehr beteiligen.
00:09:40: Das heißt die Grandgruppen sind sehr laut, generieren sehr viel Kontext, kriegen relativ viel Aufmerksamkeit dahinter und erleben eher eine Polarisierung meines Erachtens von Meinungen, die da drin sind.
00:09:52: So wenn ich jetzt schon – oder können wir später sicherlich auch noch mal darauf zurückkommen – jetzt den KI-Element?
00:09:59: Und ich will heute eigentlich nicht zu früh die KI in diese Story mit reinbringen!
00:10:03: Aber die KI ist ja toll.
00:10:06: Also ich nutze sie selber relativ viel, aber was kann man da alle mitmachen?
00:10:12: Und dann kommen wir dazu dass die KI Informationen generiert.
00:10:17: Wir reden mal über Deepfake Sachen, die da sind.
00:10:21: Wir sehen Videos.
00:10:22: Das heißt Informationen, die wir vorfinden, ist Otto normal und wahrscheinlich in einigen Stellen auch nicht gar nicht mehr in der Lage zu erkennen.
00:10:29: Ist das eine echte Nachricht?
00:10:30: Ist es eine KI-Nachricht?
00:10:34: Ich kann sie mir dann sogar noch im gesprochenen Text angucken.
00:10:37: und das Ding nimmt dann irgendwelche sehr prominent Menschen, Politiker
00:10:42: usw.,
00:10:42: die hauen da Meinungen raus.
00:10:44: Die KI ist wirklich täuschend echter hinstellt!
00:10:47: Und es gibt kaum noch eine Entscheidungsmöglichkeit zu sagen dass das was ich da gerade sehe hat er gesagt ja oder nein.
00:10:53: Das heißt...die Entwicklung führt für mich sehr viel zur Desorientierung Und im Prinzip zu einer Polarisierung, weil gerade polarisierende Randmeinungen das neue Element des Internets nämlich Aufmerksamkeit viel besser auf sich ziehen.
00:11:14: Thorsten, das lenkt ja den Blick schon ein bisschen in Richtung Abhängigkeit von vertrauenswürdigen Quellen.
00:11:22: also mal hinzuschauen wer ist vertrauenschwürdig und kann ich das überhaupt noch überprüfen?
00:11:28: Selbst wenn die Quelle per se vertrauenswürdig ist, war es wirklich diese Quelle die auch gesendet hat.
00:11:35: Lass uns diesen Abhängigkeitsgedanken nochmal ein bisschen weiter ausleuchten!
00:11:41: Wir merken heute dass wir in der Digitalisierung nicht allein auf diesem Planeten sind.
00:11:46: das wussten wir als Exportnation früher auch schon aber heute brauchen wir Chips die im Wesentlichen aus Südostasien kommen.
00:11:55: Wir haben Handys bei den einer der ganz großen Hersteller in China sitzt mit allen Marken, die dort irgendwie vertreten sind.
00:12:04: Die Cloud-Anbieter kommen im Wesentlichen mit den grossen Skaleneffekten aus den USA.
00:12:10: und zuletzt kommt dann auch noch die politische Fraktion rein, die ihre Einflüsse auch wirksam
00:12:15: macht.".
00:12:17: Dann sind wir bei den Risiken dazu gekommen, dass wir Cyberangriffe sehr viel kritischer betrachten.
00:12:23: Aber auch Abhängigkeiten haben das einzelne Unternehmen die große Unternehmen alleine beherrschen können schon entscheiden wollen.
00:12:32: wer darf denn überhaupt was nutzen und im Zweifelsfall auch mal abschalten was wir in verschiedenen politischen Konstellationen in den letzten Jahren gesehen haben?
00:12:41: Was können wir in dieser Situation tun als Konsumenten, sowohl professionelle als auch private Konsument?
00:12:50: Was können weh besser machen und was lassen wir vielleicht auch einfach besser bleiben.
00:12:56: Also in der Frage ist jetzt schon super viel antworteilig drin.
00:12:59: also ich glaube dieses sich das was du gerade angesprochen haben dieses Bewusstsein dafür überhaupt zu haben sich dem diesen mit den Dingen umzugehen.
00:13:13: Ich habe früher so bei Digitalisierung gesagt, wie wir brauchen eine digitale Aufklärung.
00:13:18: Und dieses Aufklärungs-Element muss um die Elemente, die du gerade erwähnt hast, im Prinzip noch dazukommen.
00:13:25: Das ist nicht nur die Nutzenseite sondern auch die Implementierungsseite von den Chips und von den Themen usw.. Wer weiß denn heute in einem Betriebssystem wirklich, wo was langläuft und abgibt?
00:13:39: Natürlich kann man sagen muss ich nicht wissen aber man sollte sich vielleicht darüber bewusst sein an der Stelle.
00:13:45: Man sollte vielleicht auch klarer wieder für sich selber Räume schaffen, wo man sagt Ich verzichte bewusst auf einen bestimmten digitalen Dienst Gelebt!
00:13:59: Ich habe das selber und kriege das manchmal auch.
00:14:01: Wie kann ein Mensch, der so viel über Digitalisierung macht, redet und auch bekannt ist?
00:14:06: Ihr werdet mich nicht in Social Media finden.
00:14:08: Ihr werdert mich auch nicht in LinkedIn finden.
00:14:11: Das war seinerzeit von mir eine ganz bewusste Entscheidung dass es heute sehr einfach gesagt.
00:14:16: aber als das hoch gekommen ist hab ich mir das angeguckt Und habe dann gesagt, hey das ist etwas so ein bisschen kam dann ja hoch so avatar und so weiter diese darstellen.
00:14:26: Dann hat er gesagt Ja die is wichtig!
00:14:28: Die muss ich genauso pflegen wie mich selber Weil es ist Teil von mir.
00:14:33: Möchte ich diese Zeit aufwenden dass zu tun?
00:14:37: Und die ging damals bei mir von vornherein aus.
00:14:39: Nein das möchte ich nicht.
00:14:41: Und dann hab ich konsequenterweise gesagt an der Ecke beteilige Ich mich nicht weil ich gesagt habe normal Ich will die Dinge nicht schlecht heißen, aber ich bekomme gleich da drüber.
00:14:52: Es gibt auch Elemente wo ich sage hey auch da soll er nochmal genau hingucken.
00:14:56: Wo ich aber gesagt habe nee da halte ich mich von Fern dann möchte ich nicht die Zeit aufwenden und ich glaube das geht so ein Stückchen dahin zu sagen wo sind die Elemente?
00:15:03: Wo mache ich das?
00:15:04: Wo tue ich das?
00:15:05: Und wo brauche ich weiter?
00:15:07: vielleicht den alten analogen?
00:15:10: oder ich hab neulich hat einer mal bei fernsehen gesagt linear fernsinn und ich sag was wollte mehr nicht gerade sagen dass der linear ist fernsehnt.
00:15:18: Aber Genau an dieser Stelle einfach nochmal zu sagen, ja Digitalisierung in der Ecke mit allen Pros und Kons die ich dann einigermaßen zuordnen kann.
00:15:29: Das ist für mich... Ich mache immer gerne so Bilder.
00:15:31: das ist genauso wenn ich früher eine Kneipe gegangen bin und meine Meinung kundgemein, da war ich halt im öffentlichen Raum weil in der Kneipe haben es gehört.
00:15:37: Da war das auch klar!
00:15:40: Und dieses Bewusstsein darüber wenn man sich in digitalem Umfeld bewegt und macht sollte man selber haben und geschärft haben.
00:15:48: als ein oder andere dann auch mal sagen, nee das brauche ich jetzt nicht unbedingt den Stream gehe ich nicht mit.
00:15:55: Das ist eine Möglichkeit damit umzugehen?
00:15:58: Lass mich aber nochmal ein persönliches Beispiel skizzieren!
00:16:03: Als ich vor vielen vielen Jahren bei Höchst angefangen habe war der Frank Douglas Chef der Farmersparte und der Host von meinem Babykurs also die Jungakademiker die so frisch angefangen haben im Konzern.
00:16:15: Den hab' ich zwanzig Jahre später wieder gefunden Und wieder getroffen auf einem MIT-Event in Madrid.
00:16:22: Und habe mich vorher mit ihm über LinkedIn in Verbindung setzen wollen, da war ein Account der alle seine Eckdaten hatte wirklich alles von ihm und er hat nicht geantwortet.
00:16:33: Dann hab ich ihn persönlich getroffen und habe ihn gefragt warum hast du den nicht geantwortet?
00:16:39: Und dann war seiner Ansage, er hat gar keinen Account!
00:16:43: Das heißt, eine der Antworten ist ja darauf zu sagen ich mache den Account.
00:16:49: Ich bespiele ihn aber nicht aktiv sondern kontrolliere ihn nur damit ihm jemand anderes nicht hat mit meinem Bild und meinem Namen.
00:16:59: Welche Variante von der komplett Verweigerung?
00:17:02: Ich mach es absolut nicht bis hinzu.
00:17:07: Ich mache es, nehme aber nicht aktiv Teilen nur damit ich es unter Kontrolle habe.
00:17:11: Wo siehst du da die Bross und Kons bei diesen beiden Ansätzen?
00:17:16: Oh!
00:17:16: Ich glaube das ist eine persönliche Ausbringung an der Stelle weil selbst wenn ich das Gefühl nicht mache oder zuordne stecke ja trotzdem ein Stückchen Energie in das rein um das zu tun.
00:17:27: also deswegen hab ich gesagt ich halbe mich komplett davon fern und wenn mich einer fragt warum gibt's es nicht dass es die Antwort man an der stelle.
00:17:35: Ich sehe das Thema, was da hochkommt.
00:17:37: Wenn einer in den Torstenpotter reinrutschen würde ... By the way hab ich einen anderen Vorträgen auch schon immer gesagt.
00:17:45: So diese namensrechte Torstenpötter glaubt man ja immer.
00:17:49: Es gibt's nicht.
00:17:51: Ich kann euch sagen, als ich recherchiert habe es gibt drei Mal den Torstenpöttern.
00:17:54: Einer ist irgendwie Koch und irgendwo haben wir uns noch nie kennengelernt.
00:17:57: aber selbst das funktioniert ja nicht an der Stelle.
00:18:00: Also um das zu beantworten Ich glaube, jeder muss für sich selber klarmachen und ich sehe da nicht richtig oder falsch.
00:18:08: Sondern das kann ja was mit Bedeutung der Person zu tun haben.
00:18:13: Es sind schöne Beispiele dafür, dass neue Möglichkeiten auch letztlich neue Entscheidungen erzwingen, Missbrauch ermöglichen und Gehbraucher ermögliche.
00:18:25: Ein Punkt, der auch sehr persönlich ist viele Mitarbeitende in den Bürosstellen fest, dass sie jetzt ständig erreichbar sind.
00:18:33: Teilweise weil es der Chef so verlangt, teilweise auch wenn Sie selbst das Bedürfnis haben.
00:18:38: ach ich guck mal in die Mails dann weiß sich da gerade nichts anbrennt.
00:18:42: Inzwischen werden die Nachteile dieser ständigen Erreichbarkeit zunehmend erkannt.
00:18:47: wie weit kann Digitalisierung mit einer Entgiftung digital detox wieder?
00:18:54: so schön heißt doch irgendwo begrenzt.
00:18:58: Ob das begrenzt werden kann, hängt ja Gott sei Dank noch wieder bei den Lutzern selber.
00:19:07: Wir kommen gleich mal so auf das Thema, wenn wir da reingehen, ein bisschen Sucht.
00:19:11: Also die Frage ist wie weit ich meine Suchten unter Kontrolle habe?
00:19:14: Weil dieses schändige Erreichbarkeits-Thema von beiden Seiten.
00:19:19: Auf der einen Seite kann man sagen, die wollen das!
00:19:23: Oder man hat sich selber in diese Rolle reingespielt, dass man das unbedingt für sich braucht an der Stelle.
00:19:29: Also die Technik alleine ist es nicht.
00:19:34: Das ist ja der Nutzer und den Nutzer selber.
00:19:37: Und ich bleibe heute ein bisschen auf der kritischen Variante an dieser Stelle.
00:19:42: Ihr seht schon ... Ich hatte gesagt, ich glaube an vielen dieser Techniken hängt ein gewisses Suchtpotenzial.
00:19:47: bei.
00:19:48: Social Media wird's aus meiner Wahrnehmung immer deutlicher.
00:19:52: Wir haben immer mehr Länder, die anfangen reinzugehen und zu reglementieren.
00:19:57: Insbesondere für die Jugendlichen um das zu tun und sagen dann hey in den Schulen keine Handys mehr und die Sachen nicht mehr.
00:20:06: es gibt eine Diskussion darüber wie Sucht gefährdenden Facebook und Konsorten sind.
00:20:15: mein schönes Bild meine Metapher ist immer wir hatten auch mal andere süchtig.
00:20:19: machen der Dinge Nennen wir sie vorüber geht mal Tabak und der Malboro Mann ist zumindest erst einmal aus der Werbung verschwunden.
00:20:26: Geraucht wird immer noch, aber auch da hat man sich ja dann ich sage mal mit den Betrachten der Nebenwirkungen Gedanken gemacht darüber was muss ich tun um das ein Stückchen auszusteuern?
00:20:37: Und ich glaube dieser dieser Moment es erreicht.
00:20:41: wie dass dann im Einzelnen ausgeht ist schwierig.
00:20:46: Ich glaube aber, dass eine Diskussion wie sie im Moment anstatt findet vielleicht Jugendliche von bestimmten Themen erst beim jungen Alter fernzuhalten keine Technologiefeindlichkeit ist sondern eher etwas wo ne Gesellschaft schützend eingreifen soll und muss meines Erachtens auch an der Ecke.
00:21:05: also ja es bleibt bei dem ich glaube diese digital detox die kann helfen.
00:21:15: Wir werden aber auch eine ganze Menge von Suchtberatern brauchen, um anderen zu helfen.
00:21:21: Wobei die Sucht ja teilweise wirklich in den Geschäftsmodellen offensichtlich gewünscht und gewollt ist, wenn dann gleich nach einem Film die nächsten angeboten werden, um den Menschen möglichst lange an dem Bildschirm zu halten.
00:21:36: Also da sehe ich... Dann muss man auch als Staat irgendwann mal die Waffengleichheit schaffen und sagen ihr wollt das zwar?
00:21:42: Aber wir wollen es nicht!
00:21:44: Ja Das ist auch so ein Beispiel.
00:21:46: Wenn du wirklich dann so siehst, wie die... Ich hab das ja manchmal wenn man im Kreis unterwegs ist und man trifft sich irgendwo an der Kneipe und ich dann den Leuten aussage, wollt ihr jetzt mit mir reden oder weiter?
00:21:59: Mit deinem Handy rumfummeln.
00:22:03: Durch alle Alterskategorien stellen wir es ausgeprägt aneinander.
00:22:08: Und da wäre's doch schön!
00:22:11: Wir kennen das ja auch alles im beruflichen Umfeld, aus so Übungen und so weiter.
00:22:14: Wenn da mal wirklich was Wichtiges ist und ich in dem Meeting oder mit einem Freund verabredet habe, dann kann ich den auch sagen, wundert dich nicht!
00:22:20: Ich gucke hier aufs Telefon weil ich erwarte einen wichtigen Anruf von meinem Sohn... ...oder irgendwie.
00:22:25: Ja aber ansonsten ist das Ding weg.
00:22:27: tabu an der Stelle.
00:22:29: Wie häufig gibt es Situationen wo ich mich massiv darüber ärgere wenn ich mich mit jemandem verabreitet habe?
00:22:35: Privat aber auch im berufenlichen Um Feld.
00:22:38: Wir haben ein Termin mit dem gemacht, wir wollen mit ihm besprechen.
00:22:40: Das verdammt der Handy geht und er geht da ran!
00:22:44: Ich reagiere da, ich zeige das... ...ich habe auch schon Stunts gebracht, bin einfach aufgestanden... ...und dann gesagt, ruf mich an, mach neuen Terminen mit mir wenn es dir passt.
00:22:53: Finde ich nun Ding.
00:22:55: Und an der Stelle.
00:22:56: Und dass uns so bisschen mitnehmen regeln, wo wir uns glaube ich wieder als Gesellschaft mal drauf verständigen müssen.
00:23:02: Also bei dem... Beispiel Social Media für junge Leute schoss bei mir sofort der Begriff des bekleideten Trinkens in den Kopf.
00:23:12: Das ist ja auch eine politische Diskussion, die wir in Deutschland haben – was ist denn jetzt besser in jungen Jahren?
00:23:18: Es zuzulassen und der Aufsicht oder es komplett wegzunehmen?
00:23:21: und mein Eindruck ist, wir werden noch ne Zeit lang brauchen bis wir da auch tatsächlich in der gesellschaftlichen und politischen Diskussion durch sind.
00:23:30: Siehst du das ähnlich?
00:23:32: Da bin ich vollkommen!
00:23:34: vollkommen bei euch.
00:23:35: Und ich habe auch nicht die Lösung oder so was, sondern ich begrüße eher die Diskussion, die jetzt im Raum ist, dass man eben genauso drauf guckt und das macht.
00:23:47: Ich erlebe aber auch Situationen dann in dem Umfeld ... Wenn ich jetzt dann hingucke ... So ein Handy?
00:23:56: Wie früh geht es denn in die Hände von Kindern?
00:24:01: Freunden beobachtet, die dann stellenweise schon Oma und Opa sind.
00:24:04: Da rennt der zwei bis dreijährige rum irgendwann mal so am Wochenende und ist auch da.
00:24:10: Und der Klassiker ist wenn sie sich einem Fernseher zugehen und unterwegs ist... Die machen gleich Fingerbewegung über den Screen an der Stelle.
00:24:21: Man denkt hey das ist ein Dreijähriger!
00:24:23: Wie kommt denn er auf den Trichter?
00:24:24: Auf nem Fernsehr mit dem Finger das Bild per Seite räumen zu
00:24:27: wollen?!
00:24:29: Muss man sich hier einmal mal drüber klarmachen, ihr hört es auch in meinem Ton dass ich da ein bisschen erschreckt rüber bin.
00:24:34: aber ja und umgekehrterweise ist auch ganz schön auch dann erlebt.
00:24:41: Du gehst damit ermäute eine Pizzeria.
00:24:44: Ja früher konnten die ja beliebig anstrengend sein.
00:24:47: jetzt stellst du dein smartphone vor dem Kleinen da auf und lässt er mal eben kleinen Video ablaufen oder lässt ihm kleines Tattelspielchen machen ist sehr beruhigend für den Rest der Kommunikation.
00:24:58: Das Kind ist auch zufrieden, wollen wir das?
00:25:03: Also es geht genau mit dem ... Der Diskurs muss her die richtige Lösung wie wir das machen wollen und so weiter.
00:25:08: Ich hab's auch nicht aber ich weiß dass wir genau diese Diskussion jetzt führen müssen.
00:25:13: Machen
00:25:13: wir einen kleinen Sprung.
00:25:14: Thorsten zur Abwechslung.
00:25:16: mal eine ganz kurze Frage Wir haben in den vergangenen ja vermutlich zwei Jahrzehnten Digitalisierung ganz oft mit Fortschritt gleichgesetzt.
00:25:28: Inwieweit ist das in deiner Wahrnehmung noch richtig?
00:25:32: Meines Erachtens, diese Gleichsetzung ist nicht mehr richtig an der Stelle.
00:25:39: also auch über Digitalisierung kann man Fortsschritt erzeugen.
00:25:44: wir werden es auch weiter haben in gezielten Fällen an der stelle aber Das Digitalisierungsthema war immer sehr stark.
00:25:55: Bleiben wir mal vielleicht bei dem Satz, alles was digitalisiert werden kann wird auch digitalisiert.
00:26:01: Klammer auf Kosten ist was es wolle und damit ist jetzt nicht gerade unbedingt nur die immunitäre Variante gemeint um das aufzugreifen.
00:26:11: ich glaube wie wir müssen heute viel mehr dahin.
00:26:14: dann eben halt dass das wir schon angefangen.
00:26:17: Wollen wir das?
00:26:18: Was wollen wir damit bewirken?
00:26:20: und ist vielleicht die bewusste Entscheidung etwas nicht zu tun, die bessere an der Ecke bestimmte Dinge einfach nichts zu tun.
00:26:30: Obwohl man sich digital vielleicht erledigen könnte um das aufzugreifen.
00:26:34: also ja das Digitalisierungsthema sehr stark ein technisch Makrobares.
00:26:43: meines Erachtens muss heute genauso das Thema rein.
00:26:47: Wollen wir das denn wirklich?
00:26:49: Wie weit wollen wir dabei gehen?
00:26:55: Gleichstellung sollten wir schwer infrage stellen, also im Sinne von Digitalisierung gleich Fortschritt.
00:27:01: Weil nicht jede Digitalisierung die wir gemacht haben ist wirklich ein Fortschnitt gewesen!
00:27:07: Thorsten, wir haben über eine ganze Menge kritische Aspekte gesprochen Was jetzt mal ganz positiv gedacht, was empfiehlst du den gesellschaftlichen Gruppen der Politik?
00:27:17: Den Unternehmen und Bürgerinnen jetzt zu tun.
00:27:22: Ein Stichwort hast du schon öfter gesagt wir sollten über die Themen diskutieren aber darüber hinaus
00:27:30: Also da
00:27:31: war ja schon ein anderes so ein bisschen nicht nur diskutieren sondern sich wieder ein bisschen bewusster machen wie Sachen laufen und funktionieren also nicht nur die Konsumierende Seite zu haben, sondern sich schlau zu fragen und schlaut zu machen wie Sachen denn wirklich funktionieren damit ich in eine Bewertung reinkommen kann ob ich das möchte oder nicht möchte.
00:27:53: Die Elemente auf dem... Ich glaube auch nochmal der Gedanke was ist es denn für uns selber?
00:28:04: Wie weit wollen wir uns denn in dieser digitalen Welt weiter nackig machen sage ich immer ganz gerne an der Stelle, also alles von mir preisgeben reingeben.
00:28:16: Ich kann das in eine positive Formulierung wie du es gerade angedeutet hast Thomas.
00:28:21: auch ich freue mich dass im nächsten film ich schon den nächsten wieder angeboten kriege.
00:28:26: auf der anderen Seite irgendwann rutsche ich dann ja in eine Richtung rein und verlieren den blick für vielleicht alternativen und interessante andere Dinge also dieses thema aufzugreifen.
00:28:40: Bewusst mal, wenn man sagt was man empfiehlt sich selber mal messen.
00:28:46: Was man tut ich habe den einen oder anderen jemand auch schon mal gefragt hast immer
00:28:50: geguckt wie viel
00:28:50: online Zeit du wirklich hasst ist bei so welchen smartphones schnell zu haben und fragt die vorher immer bevor du hinguck sag mir mal was du glaubst was dabei rauskommt.
00:28:59: Ich glaube dies verwundert euch nicht.
00:29:02: Die meisten unterschätzen dramatisch wie viel zeit sie an einem smartphone verbringen Und das sind so Empfehlungen, einfach darauf diese Themen anzusprechen und anzugehen.
00:29:15: Dann vielleicht auch nochmal den Punkt mal bewusst zu sagen wo bauen wir denn Digitalisierung zurück?
00:29:23: Da drängt sich mehr die Zusatzfrage auf du bist ja bei Samsung in einer wichtigen Rolle.
00:29:31: Habt ihr da auch schon Sachen rückgebaut oder bewusst gelassen?
00:29:36: Rückgebaut, ehrlicherweise nicht bewusst gelassen würde ich sagen.
00:29:44: Ich versuche meinen Einfluss geltend zu machen indem ich sage lasst uns Digitalisierung mal bitte so angucken dass wir die Dinge die wir heute haben mehr nutzen.
00:29:54: Ich brauche nicht immer das nächste Tool was mir gerade angeboten wird um das zu tun und aufzugreifen sondern Wir haben schon so viele dinge.
00:30:06: Meine Aussage ist, wir nutzen sie noch gar nicht genug.
00:30:08: Lasst uns also die Dinge, die wir haben nehmen um das zu erreichen was wir wollen und falte nicht immer auf der Geschreihe von draußen halten.
00:30:15: Schönes Beispiel leider KI.
00:30:19: oder wo wir ganz genau nehmen die schönen Large Language Modeller und die generative KI.
00:30:24: Im Moment hat man so den Eindruck ohne die geht ja gar nichts mehr.
00:30:28: Und genauso treten dann hier auch die großen Softwarehäuser von Microsoft Google bis SAP an uns heran.
00:30:35: Und das Verkaufsmodell ist ja im Moment, ich sag mal... Ich find's ja schon fast per Fiede wie das Ganze läuft.
00:30:43: Also um euch da abzuholen!
00:30:45: Wir sind den Weg gegangen.
00:30:47: Software as a Service.
00:30:48: Klang lange Zeit auch geil.
00:30:50: By the way bin ich auch voll mitgegangen.
00:30:51: inzwischen seh' ich da auch und denke, hey moment mal die Kehrseite hat mich mir damals nicht genügend angeguckt um die Kehrseite anzugucken.
00:30:59: Jetzt tut mir einmal der Software-Provider, bestimmen wie lange eine Software im Markt ist und sagt dann einfach beiseite wir haben dich informiert in zwölf Monaten ist sie nicht mehr da.
00:31:09: Und das hier sind übrigens unsere neue Lösungen und die kostet so viel.
00:31:14: jetzt kommen wir mit den KI Themen zurück?
00:31:16: Jetzt kommen Sie ja!
00:31:17: Die neuen Lösungen haben alle irgendwie generative KI und da ist ja so viel Potenzial drin.
00:31:23: deswegen machen wir eine Value Based Pricing an dieser Stelle Und das ist die neue Lizenz, die ihr kaufen müsst.
00:31:29: Weil eure Alte läuft übrigens sowieso in neun Monaten aus und dann stehst du da in Verhandlungen und denkst dir was soll das?
00:31:39: Du hast gefragt wo ich versuche fernzuhalten wirklich vor solchen Modellen dass sich auf Schelf etwas kaufen muss wo ich noch gar nicht sehe wie ich sie in der Organisation nutzen kann.
00:31:50: Das ist ein Riesenkampf an dieser Stelle.
00:31:53: aber das ist genau eins der Elemente.
00:31:56: Und auch wir bei Samsung, wir sind ja nicht gegen KI.
00:32:00: Wir sind auch nicht gegen Large Language Modelle um das zu tun.
00:32:04: aber wir haben uns bewusst hingesetzt und am Anfang nach Use Cases gefragt wo die Leute das sehen und sind dann gezielt in diese use cases reingegangen und haben Lösungen dazu gesucht und nicht einfach so ein Füllstrauß.
00:32:16: hier ist die KI die kann mit einmal alles also Rückbau noch nicht Aber einfach diese nächste
00:32:24: Welle.
00:32:25: hier ist jetzt alles Gen AI und das müsst ihr machen, da schon ein Stückchen auf die Bremse getreten.
00:32:32: Du sprichst mir aus dem Herzen weil viele Punkte zum Thema KI schon oft gesagt wurden aber nicht oft genug wiederholt worden.
00:32:41: beim Thema KI und AI darf ja wirklich jeder mitquatschen der es unfallfreie Buch stabilen kann.
00:32:47: Das ist ja nicht allzu schwer.
00:32:49: als die meisten aber vergessen, ist die Runde garbage in, garbage out.
00:32:52: und das Thema welche Datenqualität habe ich?
00:32:55: Welche Prozessqualität hab' ich?
00:32:57: Die wird ja viel zu wenig betrachtet.
00:33:01: Wie siehst du diesen Punkt im Kontext bedrieblicher Nutzung?
00:33:06: Wie viele Unternehmen sind denn wirklich schon soweit dass EKI zielgerichtet nutzen können und es nicht versuchen als Deckmendelchen über die Unzulänglichkeit von Prozessen und Stammdaten zu legen.
00:33:23: Also, dieses Deckmendlchen was du gerade sagst ist riesig!
00:33:31: Und aus meiner Wahrnehmung fangen wir auch gerade an diese KI-Welle, die da gerade kommt so ein bisschen Allergatner.
00:33:40: jetzt kommt aber auch die bittere Realität zurück an der Stelle und das ist genau wie du gerade gesagt hast, cabbage in, cabbage out.
00:33:48: Jede dieser Wellen bringt was Positives mit sich.
00:33:51: Also ich sage ja auch, ich nutze sogar relativ viel KI.
00:33:54: wenn ich jetzt hingehe und ist einmal in meiner Arbeitsumgebung das ist eine Microsoft Umgebung mit den Dingen unterwegs bin und sage hey wie sieht es denn aus mit meinen letzten E-Mails?
00:34:05: Was war dieses Thema
00:34:06: usw.?
00:34:06: Eine tolle Hilfe!
00:34:10: Aber wenn ich wirklich Prozesse dahin bewegen möchte... unser Beispiel.
00:34:16: Wir haben eine Dokumentation zu einem Stellungsregler, also zu einem Ventil und da möchte jemand ganz genau wissen wie das ist.
00:34:25: Da muss ich sehr viel Kraft aufwenden einer KI beizubringen dass die wirklich richtig antwortet.
00:34:32: Also sie antwortete immer ihr Beizubrengend zu sagen und wenn du es nicht weißt sagst du's Er findet nichts.
00:34:42: Und so weiter, man bringt also sehr viel Zeit zu dieses Gesprächssystem als die Überführung was eine gewisse Nutzbarkeit hat.
00:34:51: Also das kommt gerade Das merken die Leute.
00:34:57: Ich höre ganz viele die dahinter sagen Ja es wird riesen Ding sein.
00:35:05: ich glaube Es ist ein großes Ding Wenn wir uns mal so bei den Technologien ansehen,
00:35:13: aber
00:35:13: wird es die fundamentalen Probleme?
00:35:16: Nämlich Garbage in Garbage aus wenn ich meine Stammdaten nicht habe ohne eine Prozesse.
00:35:20: Nee!
00:35:21: Es wird mir nur statistisch darauf relativ viel sagen und erzählen.
00:35:25: Thorsten, danke dafür Harter Cut.
00:35:28: zurück zur Person.
00:35:29: Thorsten Pötter Du bist das haben am Anfang schon genannt.
00:35:33: Vice President.
00:35:34: Digital Transformation by Samsung.
00:35:38: Im Allgemeinen wird da ein Ent-zwanzigjähriger Hipster erwartet, der Digitalisierung über alles lobt und dieses berühmte Rosatierchen durch das Dorf treibt.
00:35:52: Jetzt hast du im Kontext ja auch eine ganze Reihe von kritischen Punkten angesprochen.
00:35:58: Wie gehst du persönlich damit
00:35:59: um?
00:36:01: Indem ich genau dort mache was ihr hier erlebt.
00:36:04: Ich adressiere die Themen, ich spreche sie an sage das auch, weise auf diese Elemente und versuche an den meisten Fällen sie vorzuleben, Beispiel zu geben.
00:36:20: Und im Prinzip auf dem Aufklärungsanteil dabei zu sein.
00:36:25: Jetzt können wir wieder sagen sind wir ja alle so ein Stückchen in dem Umfeld unsere Kunden.
00:36:30: die Prozessindustrie ist relativ konservativ Die entsprechenden anderen Industrien sind auch relativ konservertiv.
00:36:38: Da geht es dann auch, wenn der CD-Ohr nicht der zwanzigjährige Hipster ist.
00:36:42: Sondern da findet man glaube ich viel mehr Gehör als man im ersten Moment sieht.
00:36:45: und ganz offen, auch wenn ich hier die Bremse ein bisschen als Bremsa an der Ecke bin in der Unternehmung muss du schon nur kräftig schieben und sagen Leute!
00:36:56: Da gibt's schon ein paar Dinge.
00:36:58: das ist jetzt nicht unbedingt das large language Modell über dass wir uns unterhalten müssen aber so eine geschickte Automatisierung von dem einen oder anderen Brutzel mit Dingen, die es auch schon vor zehn Jahren gegeben hat.
00:37:10: Die könnten wir auch noch mal in Gang setzen und das sind üblicherweise dann vorteilhaft Dinge, die schon ganz häufig woanders gemacht haben.
00:37:19: Die können relativ schnell auch implementiert mit relativ geringem Risiko weil du ja weißt was du tun
00:37:24: musst.
00:37:25: Ein schöner Spagat zwischen Innovationen.
00:37:28: und dann in dem Punkt dann doch auch konservativ im Sinne von Risiko vermeiden und keine Spielereien machen.
00:37:36: und das ist ja sinnvoll
00:37:38: Ja, aber vielleicht mal zu konkretisieren.
00:37:39: Cyber Resilience Act wo wir mit unseren Produkten sicherstellen müssen das wenn sie digitale Elemente haben was auch immer das genau ist dass man mit einmal ich sage mal patch fähig sind sicherheitslücken aufweisen können machen also und da kannst du natürlich hingehen uns sagen ja auf der einen Seite ist dazu auf der anderen Seite kannst du relativ moderne techniken nutzen die gibt es ja, ich sage mal das auch in einem Umfeld einer Software-Entwicklung einer Firmenwehr mit einzubringen.
00:38:09: Wo die Leute früher anders gearbeitet haben.
00:38:12: Automatisiertes Test und das Dokumentieren von Source Code.
00:38:17: Peer Review kannst du nehmen und sagen hey warum kann der Pierre nicht einmal eine KI sein?
00:38:22: Und den anderen so ein bisschen drauf grillen usw.
00:38:24: Da gibt's schon Elemente wo du sehr innovativ sein könntest auf der sicheren Seite.
00:38:29: um im Prinzip trotzdem immer noch zu sagen Wir bleiben weiter bei der Ansage, Human in the Loop.
00:38:34: Am Ende des Tages hat einer zeichnet Gegenwart gemacht das er dafür ist.
00:38:38: aber es gibt kleine Einzelschritte wo du eine ganze Menge Hebel generieren kannst.
00:38:44: Ja ganz sicher Torsten.
00:38:48: Es gibt viele digitale Helferchen.
00:38:50: es gibt vielleicht auch fantasievolle Helferche.
00:38:54: Wenn eine Fee vorbei kam und dir drei Wünsche erfüllen würde anbieten, das zumindest anbietet.
00:39:02: Was würdet ihr denn in Sachen Digitalisierung, Digital Transformation aber auch vor dem kritischen Hintergrund gefallen?
00:39:13: Was würde mir gefallen?
00:39:14: bei den Feen darf man sich ja auch so Mega-Fähigkeiten und Megawünsche geben usw.. Ich würde wirklich verstehen wollen, wie bestimmte Dinge eine Anwendung auf einer bestimmten Hardware läuft.
00:39:28: Mit genau den Fragestellungen hat das irgendein Hintertürchen was ich nicht kenne also so ein allwissendes Orakel Das, was wir überhaupt beim machen würden.
00:39:40: Also diese Fähigkeit würde ich auch nicht nur mir geben, sondern ein paar geben, damit man da reingucken kann und sagen wie safe sind wir denn in diesem Zusammenspiel?
00:39:47: Wer durchschaut das wirklich, ob die Lücke aus dem Betriebssystem kommt?
00:39:52: Ob sie aus der Firma wer kommt?
00:39:53: Aus dem Kommunikationsprotokoll kommt?
00:39:56: Ähm...das wäre schon geil!
00:40:01: So, dass wär der erste also das allwissende Digitalisierungsorakel.
00:40:08: Wie komisch es klingen mag Der nächste ist, lasst uns klarer dieses was wir vorhin gesagt haben sagen wo wollen wir digitalisieren?
00:40:20: Wo wollen wir bewusst nicht digitalisierend und das dann vielleicht auch von vornherein gekoppelt mit dem Begriff den man ja heute gehört so eine gewisse Resilienzfähigkeit?
00:40:31: also nicht nur Ich implementiere in der Version, dass es geht.
00:40:35: Sondern ich implementiere und baue es auf unter dem Gesicht, was mache ich denn wenn der Strom ausfällt?
00:40:40: Was mache ich dann, wenn das Internet ausfellt?
00:40:43: Bin ich dann überhaupt noch lebensfähig, das zu
00:40:45: machen?".
00:40:46: Das waren nur zwei!
00:40:48: Aber wenn du mit zwei ein glücklich willst, kann die Fee ihren Koffer zuglappen.
00:40:54: Stichwort Koffersuglappen gibt es nach Themen für diesen Podcast wo du sagst... Da hatte ich ja gehofft, dass ihr danach fragt... ...die du ansprechen willst.
00:41:06: Ich habe es vorhin so ein bisschen angedeutet und würde einfach gerne noch mal... ...ich hatte so zwei Themen.
00:41:11: nochmal weil dieser Übergang den ich beobachte hat von wir kaufen keine Produkte mehr die uns gehören sondern wir mieten sie nur noch für eine gewisse Zeit mit der Flipside.
00:41:24: das sehe ich immer bedrohlicher.
00:41:27: Und an der Stelle, weil die PACE uns von außen vorgegeben wird und wir kaum noch darauf reagieren können, bringen jetzt wieder ein Beispiel.
00:41:37: Da dürfen dann nachher entscheiden ob es drin bleibt oder nicht.
00:41:39: drinnen bleibt Datensouveränität und da haben wir im Moment eine gewisse Neigung dazu dass jedes Land glaubt das muss es für sich selber hinbiegen.
00:41:51: also auch der EU glaubt man nicht mehr so ganz.
00:41:56: Wo will ich hin?
00:41:57: Also wir diskutieren dann brauche ich ein Rechenzentrum in Deutschland, was ich sage mal mit Vorgaben welche Mitarbeiter da arbeiten unterwegs sind.
00:42:07: Und das findet ja inzwischen seinen Widerhall und ich habe dann folgendes erlebt Wir haben dann so hingeguckt natürlich kriege ich dass dann auch brauchen wir auch und ist ja gut Was kostet das?
00:42:18: Dann kommt der erste große Anbieter, der dahinter ist und sagt ja wir haben das mal durchgeguckt.
00:42:22: Das ist wenn man mal ganz fair sind gar nicht so füchterlich viel mehr dass meistens die eigentlich inzwischen Technik da wollen wir fünf prozent Aufschlag haben.
00:42:28: Wenn ihr das dann irgendwo in Deutschland macht Da habe ich dann meinen Hyperscaler Und dann rede Ich mit dem großen Software Haus der sind Applikationen darauf läuft was sie denn haben wollen und die sagen damit einmal Ja Also Fünfzig Prozent Aufschlacht zu dem was hier heute hat mindestens Und ich so, warum denn eigentlich?
00:42:51: Weil erklärt mir mal an der Stelle.
00:42:55: Ja!
00:42:55: Wir gehen nochmal nachfragen Dann kommen sie wieder dann wir haben das durch.
00:42:58: aber haben recht dass mit dem fünfzig Prozent ist nicht so ganz in Ordnung.
00:43:01: Aber aber dreißig prozent brauchen wir.
00:43:04: Okay Ich glaube dann brauchen wir es doch nicht.
00:43:06: dann gehe ich doch weiter mit einer gewissen Redundanz.
00:43:08: Ich kann prima damit leben nicht nur in Frankwurz sondern auch in irland.
00:43:11: eine redundant im meinem system zu haben brauche ich nicht in deutschland für die daten Souverän Das ist mir gerade zu teuer.
00:43:17: Mit der Nummer halte ich mich mit Freunden und meinte ja, das ist relativ einfach.
00:43:22: Es gibt aber inzwischen Behörden die die Vorgabe haben dass sie das nutzen müssen.
00:43:30: Spätestens da finde ich mich dann in einer Situation wieder wo ich sage okay die Behörde müssen das nutzen und wer zahlt den Kram?
00:43:41: Der Steuerzahler!
00:43:42: So ein bisschen Selbstbedienungsnummer, die dahinter gerade hochkommt.
00:43:46: Wenn man an der Stelle dann sagt ja wir bestimmen die Preise an der Ecke ob die Themen von wem genau gesetzt sind kann ich nicht mehr nachvollfolgen.
00:43:53: aber irgendwann macht die Vorgabe dass die das machen müssen und da wird den Preis da reingehaut er für mich zumindest dann heute nicht transparent erklärbar war.
00:44:03: Und das ist so ein Thema einfach mal so angedeutet so nach dem Motto Fährt halt auch ein Stückchen unter Digitalisierung und Geschäftsmodelle, wo ich immer sage, irgendwo muss ja auch mal mit einem Geldverdiener ein gewisses Ende erreicht sein.
00:44:19: Ganz vorsichtig auszudrücken!
00:44:23: Damit sind wir am Ende unserer heutigen Folge angelangt.
00:44:26: Welche drei Schlüsselbotschaften möchtest du unseren Hörerinnen und Hörern zum Schluss mit auf den Weg geben?
00:44:33: Also Nummer eins digitalisierung ist kein Selbstzweck.
00:44:39: Also natürlich wir haben es diskutiert mit Fortschritt und so weiter.
00:44:42: Aber ich glaube, wir müssen auch gucken wo bleibt der Mensch dabei?
00:44:47: Was sollten wir digitalisieren was besser nicht?
00:44:50: und ich sage mal auch von vorderein in den Resilienzfaktor Mitbedenken?
00:44:56: also wie können wir wenn's nicht nicht da ist?
00:45:00: Dann glaube ich Es geht nicht darauf an immer mehr Technologie rein zu pumpen, sondern eher wieder das Thema dass was da ist vielleicht zu nutzen und die Urteilskraft so haben wie man es nutzt.
00:45:14: Das normal also was ist sinnvoll?
00:45:18: Und vielleicht brutal der Spruch manchmal ist der analoge Weg der robustere und bessere weg und das vielleicht auch zu beherzigen.
00:45:27: und abschließend dann vielleicht digitalisierung wird ja auch häufig mit diesem thema maximale Vernetzung reingebracht, um das zu machen.
00:45:39: Da geht dann immer mehr das Thema der Beherrschbarkeit von dem ein und also dass wir vor Vernetzung vielleicht zu beherrchbare Vernetzung kommen.
00:45:50: Das wären meine drei.
00:45:52: Vielen Dank Thorsten.
00:45:53: Schön, dass du heute bei uns warst Hat Spaß gemacht!
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