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Shownotes
Gesa Benndorf vom Fraunhofer-Institut IOSB-INA und Sven Schiffner vom Fraunhofer-Institut IFF haben auf der vergangenen Hauptsitzung der NAMUR das Projekt und den Demonstrator „KI-sy Twin“ vorgestellt.
Thomas Tauchnitz und Kurt D. Bettenhausen haben nachgefragt, welchen Nutzen dieser AAS-Generator bringt und welche Erkenntnisse das Projektteam bei den Arbeiten gewonnen hat.
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00:00:00: Herzlich Willkommen!
00:00:01: Gesa Bendov vom Fraunhofer-Institut IOSB INA und Sven Schiffner vom Frauenhofer Institut IFF.
00:00:10: Bitte stellt euch unseren Hörerinnen und Hörern kurz vor, und vor allen Dingen erläutert was die Abkürzung eurer Fraunhof-Institute bedeuten und an welchen Inhalten ihr dort schwerpunktmäßig arbeitet.
00:00:24: Ja sehr gern.
00:00:25: ich mach mal den Anfang mein Name.
00:00:28: Ich leite die Arbeitsgruppe Maschinelles Lernen am Frauenhofer IOSB-Ina in Lemko.
00:00:34: Und IOSb steht für Institut für Optronics, Systemtechnik und Bildauswertung.
00:00:41: Das bezieht sich auf unseren Hauptstandort in Karlsruhe.
00:00:44: INA ist das Kürzel für unseren Standort in Lemko und steht für industrielle Automation, weil hier ein spezieller Schwerpunkt bei uns in Lemco ist.
00:00:55: Wir haben grundsätzlich das Ziel die digitale Transformation voranzutreiben Partnerunternehmen in der Entwicklung und Einführung neuerster Technologien zu unterstützen.
00:01:08: Und diese Technologen reichen von intelligentem Sensorsystem über industrielle Kommunikationsstandards, Cybersecurity bis hin zu maschinellem Lernen und Optimierung aber auch Robotik- und Assistenzsystem.
00:01:22: ganz kurz gesagt
00:01:25: Genau!
00:01:25: Dann mache ich mal weiter.
00:01:27: Mein Name ist Sven Schriften.
00:01:28: Ich bin seit Ich glaube, ich habe circa sechs Jahre jetzt beim Fraunhofer IFF in Magdeburg in der Abteilung Energiesystem und Infrastrukturen.
00:01:37: Bei den Infrastruktoren denkt man jetzt meistens an physische Infrastrukturn.
00:01:41: dazu gehören aber eben auch softwaremäßige Infrastruktur.
00:01:44: Das heißt digitale Zwillinge zum Beispiel Verwaltungsschale.
00:01:49: das behandeln wir bei uns speziell.
00:01:51: unser Institut ist natürlich ein bisschen größer also die zwei F stehen für verbrickt Betrieb und Verbrick Automatisierung Und das Ganze behandeln wir holistisch.
00:02:03: Das heißt, wir haben sowohl Leute die machen Roboter-Technik, Messtechnik wie dann eben auch die Integration,
00:02:09: d.h.,
00:02:09: menschzentrierte Assistenzsysteme und dann eben unsere Abteilung, die sich mit der ganzen Peripherie beschäftigen.
00:02:16: D.h.
00:02:16: Energiesystemen, die dort zwangsläufig mit eingebunden sind, die auch zwangsläufig integriert werden müssen um das ganze CO₂-neutral zu gestalten und dann eben auch die Infrastrukturen, die letztendlich genauso wichtig sind um eben alles miteinander zu verknüpfen.
00:02:33: Und dann eben alles miteinander reden zu lassen.
00:02:37: Sven das hat mir eben Spaß gemacht den digitalen Zwilling als Infrastruktur zu bezeichnen.
00:02:42: ich glaube so weit ist die Community noch nicht aber wir arbeiten ja ran.
00:02:49: Gesang Sven ihr beiden habt auf der Namur Hauptsitzung den Demonstrator Kisi Twin vorgestellt.
00:02:57: Bevor wir an den Inhalt gehen, wer stand hinter diesem
00:03:00: Projekt?
00:03:03: Hinter dem Projekt stehen natürlich erst mal die beiden Fraunhofer-Institute.
00:03:07: Das heißt zum einen das IOSB INA und dann das IFF basierend auf einer internen Förderung.
00:03:14: Da gab es eben auch noch die Fraunhoven Big Data Allianz, die das Ganze endlich mit finanziert haben und ganz viele Partner aus der Industrie.
00:03:22: Vornehmlich hat die Namur sehr aktiv mitgeholfen diesen Demonstrator zu gestalten, die ganze Kommunikation mit den Partnern zu ermöglichen und dann eben uns auch Partner zu liefern letztendlich damit wir uns hier zusammengewirkt haben.
00:03:36: Es haben sich natürlich viele Unternehmen interessiert was wir dann aktiv umgesetzt haben.
00:03:43: das Wort zum Beispiel mit Andrews & Houser Wika Krone als Messgerätehersteller Rosberg, Engineering und Planet Software als Softwareanbieter.
00:03:57: Die hier die Verwaltungsschale integriert und sich angeschaut
00:04:01: haben.".
00:04:03: Das war ja dann schon eine ganz ordentliche Gruppe!
00:04:06: Ja und worum ging es inhaltlich jetzt erst mal aus der Adlerperspektive?
00:04:11: Was sollte der Demonstrator entwickeln und zeigen?
00:04:15: Genau so Ziel dieser internen Ausschreibung auf die wir uns da beworben hatten, für KI-Themen zu realisieren, der aber gleichzeitig auch Cloud und Sensor Technologie nutzt.
00:04:29: Und da hatten wir uns überlegt, dass wir eine Beispielanlage, also einen Teststand der am EFF schon existierte und der einen einfachen Prozess abbildet nutzen.
00:04:40: Und anhand dieses Beispiels zeigen wie wir mit Hilfe von KI einen digitalen Zwilling generieren können, der dann durch eine Verwaltungsschale repräsentiert wird.
00:04:52: Wir haben eben einmal diesen Use Case der Digitalisierung demonstriert und abgebildet Und aber andererseits dann auch ein Gerätetausch durchgeführt, also auf diese Weise dann auch gezeigt wie man mit verschiedenen gängigen Software-Tools über den Datenraum mit den entsprechenden Akteuren und Beteiligten hier kommunizieren kann.
00:05:20: Jetzt klingt das ja alles zumindest auch ab einer gewissen Führungsebene extrem einfach!
00:05:27: Die Verwaltungsschale oder Asset Administration Share Listen standardisierter Datencontainer für Assets.
00:05:34: Da könnte doch jemand auf die Idee kommen, zu sagen ganz einfach wir legen für jedes Gerät eine AAS an und legen dort die Daten ab.
00:05:42: Welche Herausforderungen habt ihr denn im Rahmen Eures Projektes gefunden?
00:05:46: Warum es vielleicht doch nicht ganz so einfach ist?
00:05:49: Genau!
00:05:50: Wir haben ja schon mit einer Anlage begonnen, die nicht neu war das heißt wir hatten Komponenten Da drin verbaut die teilweise zehn Jahre alt waren, teilweise älter.
00:06:00: Wenn man es in der Industrie schaut sieht man vielleicht auch dreißig jahre alte Komponenten und da kann man gerne mal bei den Herstellern anfragen.
00:06:07: wenn man nicht gänzlich ignoriert wird bekommt man vielleicht eine E-Mail dass das noch nicht möglich ist.
00:06:12: Es gibt ein paar Hersteller die liefern durchaus Verwaltungsschalen nach.
00:06:16: Das sind aber eben bloß wenige Und dann auch meistens bloß Ganzer Lob gesagt rudimentäre Verwaltungsschalen.
00:06:23: Das heißt, da ist dann das Typenschild abgebildet und vielleicht noch ein bisschen Dokumentation aber eben nicht unbedingt das was heutzutage möglich wäre zu modellieren.
00:06:32: Und da geht es letztendlich schon los.
00:06:34: man hat eine Anlage, eine Sammlung von Komponenten und muss dafür erstmal irgendwie die Verwaltungsschalen erstellen um damit weiterarbeiten zu können.
00:06:44: Genau ich kann das vielleicht nochmal ergänzen.
00:06:47: Wir hatten in dem Projekt eben einerseits den Schwerpunkt darauf gesetzte Bestandsinformationen zu gut digitalisieren und die Verwaltungsschale konsistent zu überführen.
00:06:58: Aber nicht nur das, also nicht nur auf Einzelkomponenten konzentriert sondern wir hatten insbesondere auch den Fokus hier die Zusammenhänge zwischen Komponentinnen innerhalb eine Anlage entsprechend in der Verwaltungsschalekonsistent abzubilden Und dafür müssten wir natürlich eine Informationsgrundlage haben, wo diese Zusammenhänge dargestellt sind.
00:07:19: Da hat sich das R&I-Fliesbild beispielsweise angeboten was wir dann genutzt haben um automatisiert erstens die Assets oder die technischen Plätze zu extrahieren und die entsprechenden Verwaltungsschalen anzulegen und zweitens aber eben auch die Verbindungen zwischen diesen so dass Abbild der Gesamtanlage hier automatisiert erstellen konnten.
00:07:45: Das klingt doch eigentlich ganz verheißungsvoll und man hört ja immer KI kann fast alles, also ich nehme einen R&I Schema lasse da die KI drüber hobeln und habe danach meine Verwaltungsschalen zumindest die Hüllen schon mal angelegt.
00:08:01: Stimmt das so?
00:08:03: Jein, also für einige einfache Beispiele funktioniert das schon ganz gut.
00:08:09: Also insbesondere das Anlegen der Assets oder der Höhlen für die technischen Plätze.
00:08:16: was noch nicht so einfach war war die Verbindungen hier entsprechend mit anzulegen.
00:08:22: Das sagt aber nicht unbedingt an der KI, sondern eher auf der Verwaltungsfahenseite das da im Grunde die entsprechenden Strukturen noch nicht vorgesehen waren.
00:08:31: wir haben das aktuell existierende Dexpie-Teilmodell verwendet wo aber noch keine vollständige Abbildung der Zusammenhänge derzeit möglich ist.
00:08:42: Das heißt wir mussten uns dann ein bisschen eine Hilfskonstruktion bauen Modell der Verwaltungsschale konform ist, aber eben noch nicht in einem standardisierten Teilmodell verfügbar war.
00:08:58: Ein anderer wichtiger Punkt, der ja nicht ganz trivial war, war das Matching zwischen den technischen Plätzen aus dem R&E-Fliesbild und den tatsächlich verbauten Komponenten.
00:09:10: auch hier mussten wir ein paar Runden und Iterationen drehen, um da einen Weg zu finden.
00:09:18: Um entsprechend auch diese Aufgabe zumindest zu unterstützen wenn es auch an manchen Stellen nicht komplett automatisiert geglückt ist.
00:09:28: Jetzt habt ihr in eurem Vortrag von einem AAS-Generator gesprochen der diese Hüllen die dort angelegt wurden dann auch mit Inhalten gefüllt hat.
00:09:39: was ist das?
00:09:40: Und wie genau funktioniert dieser Generator?
00:09:44: Der Generator ist im Grunde eine Web-Applikation, der verschiedene Funktionalitäten anbietet.
00:09:52: Die Grundfunktionalität ist, dass man Bestandsinformationen in Form von Fotos oder Produktdatenblättern als PDF beispielsweise hochladen kann und dann die Informationen, die dort zu sehen sind extrahiert werden und entsprechend in die Teilmodelle der Verwaltungsschale eingebracht werden.
00:10:16: Wir haben hier als erstes die Teil-Modelle Digital Nameplate und Handover Documentation unterstützt, weiteren Schritt eben im KAISI Twin-Projekt auch noch das Teilmodell DEXPI hier mit integriert, sodass es jetzt eben als zusätzliche Funktionalität möglich ist ein R&E Fließbild hochzuladen und entsprechend die Assets in diesem Fließbild zu sehen sind.
00:10:43: Und einige der Hauptverbindungen entsprechend in dem Teilmodel.
00:10:48: auch anzulegen.
00:10:50: Eine weitere Funktionalität ist dann das, was ich eben schon erwähnt hatte – das Mapping, was hier unterstützt ist zwischen den technischen Plätzen die im Fleece-Bild erkennbar sind und den entsprechenden Komponenten, die man dann beispielsweise über Digital Nameplate bereits abgebildet hat und diese Verknüpfung herzustellen.
00:11:11: Geser, das finde ich gerade ganz ernüchternd.
00:11:14: Es gibt ja Leute die sagen wozu brauchen wir Verwaltungsschale?
00:11:17: Die KI sucht sich einfach alle Daten zusammen und strukturiert sie unten.
00:11:22: Und jetzt sagst du allein dass heraussuchen und strukturieren der Daten bis die in einer Verwaltungsschale sind ist schon eine Herausforderung gewesen.
00:11:31: da platzt eine Illusion über die künstliche Intelligenz
00:11:34: bei mir.
00:11:36: Ja Also die künstliche Intelligenz ist natürlich nur so intelligent wie die Informationen, die wir zur Verfügung stellen.
00:11:45: Und wir haben tatsächlich häufig oder in einigen Fällen die Schwierigkeit gehabt das Typenschild was wir verwenden wollten um die Verwaltungsschale zu befüllen sehr schlecht lesbar war.
00:11:59: Das heißt auch schon mit menschlicher Intelligenze kaum zu erkennen.
00:12:04: teilweise auch musste man vielleicht irgendwo unter eine Klappe schauen oder den Kopf drehen, um es erkennen zu können.
00:12:12: Also solche Themen sind dann natürlich von der künstlichen Intelligenz auch nicht so einfach zu lösen.
00:12:20: aber genau wir denken das im Grunde trotzdem auch selbst wenn die komplette Automatisierung noch nicht möglich sein mag immerhin eine deutliche Unterstützung die erreicht werden konnte, also dass man die manuellen Aufwände, die man sonst hätte um eine Verwaltungsschale händisch zu erstellen doch deutlich reduziert werden können durch die Hilfe von KI.
00:12:49: Vielleicht noch ne naive Frage.
00:12:52: oft
00:12:52: haben mir die Engineering Tools des Betreibers auch die technischen Daten.
00:12:57: Also ich muss sie mehr vielleicht gar nicht aus PDF-Dokumentenherstellerunterlagen heraus sollen, sondern ich müsste sie doch auch beim CAE Engineering Tool abgreifen können.
00:13:10: Genau das war auch eine Diskussion im Laufe des Projektes.
00:13:14: Wir haben uns jetzt hier für die Einfachheit halber entschieden weil das Projekt über hochfluss acht Monate lief dass wir eben den Hersteller als die Single Source of Truth sehen Das heißt wir benutzen nur die Herstellereingaben.
00:13:25: aber es kam eben auch die Diskussion auf dass wir natürlich eine Vielzahl an Informationen und noch viel Zahl von System haben.
00:13:31: CRE-System ist ein Beispiel.
00:13:32: Es gibt aber eben zum Beispiel auch das SAP System, also dann ERP-Ssystem wenn man es vorallgemein hat wo eben auch sehr viele Informationen stecken meist auch dann in Standhaltungsinformationen.
00:13:43: die kann man auch mit der Verwaltungsschale zusammentragen.
00:13:47: Das haben wir hier aber noch nicht betrachtet sondern wir haben ja erst mal gesagt okay wir nehmen eben die Hersteller Information da sind wir uns auch recht sicher dass es jedem noch keine Tippfehler gab das muss von ja auch immer so sagen manuelle Kopien von Informationen auch zu Degradationen führen kann und haben wir uns dann eben darauf fokussiert, okay was bietet nun erstmal der Hersteller.
00:14:09: Das heißt wenn wir jetzt komplett früh starten wo kommen wir denn raus?
00:14:12: Und was können wir davon benutzen?
00:14:15: Ihr habt das Thema vorhin schon mal angesprochen in Bezug auf Recherche zu fehlenden Produktinformation im Wesentlichen oder Asset-Information ein bisschen allgemeiner.
00:14:26: Viele Herstellern geben sich sehr viel Mühe, bieten sehr viele Daten an.
00:14:30: Habt ihr denn alles finden können auf den Herstellerseiten?
00:14:34: oder ist die Annahme auch ein bisschen illusorisch und es fehlt am Schluss immer noch was selbst nach einer sehr detaillierten und konkreten Recherche?
00:14:45: Ich denke, die Recherchen sind weniger das Problem sondern eher diese ganzen Informationen auch einzuordnen.
00:14:51: Wenn wir uns schon das Nameplate anschauen dann haben wir ja Product Designation Manufacturer Code, das sind natürlich Informationen die teilweise gar nicht zur Verfügung stehen oder dies erstmal schwer sind so als außen stehende Personen dann auch in Übereinkunft zu bringen.
00:15:07: Oder zum Mappen.
00:15:09: Das heißt dass es zum einen nicht ganz trivial und da müssen wir auch zugeben bei der Anlage die wir hatten haben wir nicht unbedingt nur Komponenten aus der Prozessindustrie genommen was die ganze Sache noch mal ein bisschen verschärft hat weil wir hatten dann teilweise recht unklare Dokumentation.
00:15:25: Zum Glück konnten wir irgendwie jedes Bauteil noch mal finden, um dort die Informationen nochmal abzurufen.
00:15:31: Aber natürlich wenn so ein Bauteiltreißig Jahre alt ist kann das schon zu Problemen führen genauso wenn das eben keine aktiven Assets sondern passive Assets sind wie stellventile, wie normhändische Ventile oder Muffenflanches.
00:15:44: Das macht das Leben nicht gerade einfacher weil dort wird dann eben teilweise die Dokumentation nicht mehr gepflegt und da kann man nicht mehr darauf zugreifen.
00:15:52: aber hier im Projekt konnten weitestgehend alles finden und auch nach bestem Wissen und Gewissen die Verwaltungsschalen füllen.
00:16:01: Gut, dann nehmen wir mal an!
00:16:02: Die Verwaltungsschalen sind gefüllt damit wer einen Zwischen-Schritt erreicht.
00:16:08: aber Gesa du hast ja gesagt ihr habt auch einmal ein Gerätetaus durchgespielt und vielleicht noch andere Use Cases?
00:16:17: Genau sie jetzt.
00:16:18: hier im Projekt hatten wir uns fokussiert einmal auf den Use Case Digitalisierung an sich.
00:16:23: Wir bekommen was überhaupt hin,
00:16:25: eine
00:16:25: Bestandsanlage in die Verwaltungsschale zu bringen und dann mit Hilfe dieser Verwaltungsschale ein Gerätetausch durchzuführen oder eben zu zeigen wie man auch diese Verwältungsschalen aktuell halten kann.
00:16:37: Wir haben natürlich noch Ideen für viele weitere Use Cases, die dann auch Richtung Condition Monitoring oder Predictive Maintenance gehen könnten.
00:16:44: aber das würden wir dann eher auf Folgeprojekte verschieben.
00:16:49: also Das haben wir jetzt im K-Easy Twin Projekt noch nicht angesehen.
00:16:55: Ich wollte doch sagen, bevor ich Ärger bekommen habe, ich habe einen Hersteller noch vergessen.
00:17:00: Wir haben natürlich den Gerätetausch nach Möglichkeit komplett digital abgebildet und da ist eine recht wichtige Komponente.
00:17:06: Wir hatten noch ein NOAA Gateway mit integriert um eben dann per ADM Information auch per OPCOA bereitzustellen.
00:17:13: das war von Phoenix Contact.
00:17:16: Das muss noch erwähnt werden weil die haben uns eben dann auch Hardware zur Verfügung gestellt.
00:17:21: Danke für die Ergänzung.
00:17:24: Wenn ich jetzt für mich versuche das Gespräch so ein bisschen zusammenzufassen und das mit meinen betrieblichen Erfahrungen ein bisschen spiegelt, dann klingt das vergleichsweise kompliziert für einen Anlagenplaner oder auch für den Betriebsingenieur, wenn nicht weiblich divers der sich am Ende mit dem Thema im Alltag beschäftigt.
00:17:44: Ihr habt auch ein Artikel im ATP-Magazin geschrieben und überschrieben mit der steinige Weg zur Verwaltungsschale.
00:17:53: Warum haltet ihr diesen Weg trotzdem für sinnvoll, obwohl es diese kleinen und großen Herausforderungen derzeit noch gibt?
00:18:03: Wenn wir uns zum Beispiel das Thema Gerätetausch nochmal anschauen was ja gerade ein bisschen angeschnitten wurde dann hat man dort schon gesehen dass ist eine enorme Zeitersparnis auch bedeutet und eben auch eine enorme Ersparnis an Fehler letztendlich weil Wir haben das komplett digital abgebildet,
00:18:18: d.h.,
00:18:19: das Gerät wurde getauscht Die Verwaltungsschalen wurden eben von der Seite des Datenrauben des Herstellers abgerufen, lokal integriert und dann eben an die weiteren Systeme weitergemeldet.
00:18:31: Wenn man sich das jetzt mal manuell vorstellt ist es schon je nach Betrieb ein riesiger Change-Prozess Und bedeutet eben auch zum Große, dass Informationen manuell kopiert werden.
00:18:44: Aus PDF-Dokumenten aus E-Mail Dokumenten und hier hat man dann eben gesehen.
00:18:50: ich kann zum einen Fehler vermeiden und zum anderen kann ich auch deutlich schneller sein.
00:18:55: Wie viel schneller?
00:18:56: Das untersuchen wir gerade noch aber es ist schon abzusehen das es doch in gewisse Größenordnung sich handelt.
00:19:06: Vielleicht noch eine spontane Frage dazu.
00:19:09: ihr Du hast jetzt eben gesagt, wir sehen weitere Aufgaben, Anforderungen.
00:19:17: Andererseits klang das Ganze so nach Vergangenheit.
00:19:19: Also damals mit dem Kiesidemonstrator haben wir das und das gemacht.
00:19:23: Läuft der jetzt weiter?
00:19:24: Treibt er das weiter voran oder ist das abgeschlossen auf der Hauptsitzung präsentiert und erst mal Rutes?
00:19:32: Der Demonstrator wird auf jeden Fall nochmal auf der Hannover-Messe zu sehen sein.
00:19:36: Also da werden wir auf dem ZVI Stand noch mal mit diesem Anwendungsfall, den wir auch eben beschrieben hatten stehen und das Ganze präsentieren.
00:19:46: Und wir sind gerade dabei Wege und Möglichkeiten auszuloten wie wir hier auch über den Demonstrat dahinaus nochmal weiter in die Umsetzung der Themen gehen können mit den Partnern, die wir jetzt schon an Bord haben.
00:20:00: aber genau Konkreteres kann ich dazu noch nicht sagen.
00:20:04: Es könnte ja sein, dass alle Namurfirmen euch jetzt die Bude einrennen und sagen bitte ihr habt den Generator, ihr wisst wie man es macht.
00:20:12: helft uns unsere Anlage zu digitalisieren scheint dann doch nicht der Fall zu sein.
00:20:18: aber klar man kann auch noch nicht überall reden was gerade im Ofen ist
00:20:23: genau.
00:20:23: aber man kann ja antiesen das ist da schon Projekt gibt was aktuell läuft was das ganze hoch nochmal mehr in die Industrie bringt und den ganzen Demonstrator etwas größer und praktischer sich dann auch vornimmt.
00:20:38: Das ist eine gute Nachricht!
00:20:40: Ja, wenn ihr in die Zukunft schaut was könnte denn den Weg in Zukunft etwas weniger steinig machen?
00:20:48: Wie könnte das in fünf Jahren aussehen?
00:20:50: mit den ASen sammeln füllen verbinden nutzen?
00:20:56: Ich denke je mehr positive Umsetzungsbeispiele wir aus der Praxis haben wird auch das Interesse oder die Bereitschaft sich damit zu beschäftigen und vielleicht auch so manche Steine in Kauf zu nehmen, sich der Herausforderung zu stellen.
00:21:13: Also ich denke, der Trend ist auf jeden Fall zu beobachten dass die Verwaltungszahl auch international an Aufmerksamkeit gewinnt.
00:21:21: da hatten wir schon einige Anfragen hier und Interessenten.
00:21:26: Was ich auch ganz spannend finde, ist hier tatsächlich der Blick über die Domänen hinweg.
00:21:33: Von meinem Hintergrund her war ich lange im Gebäudebereich tätig.
00:21:37: Da ist das Pendant zur Verwaltungszahle BIM oder Building Information Modeling und da zeichnet sich jetzt ein bisschen auch die Tendenz ab an verschiedenen Stellen, dass man hier versucht, die Standardisierungsaktivitäten zusammenzuführen.
00:21:51: Das finde ich eigentlich einen sehr spannenden Ansatz zusätzliche Mehrwerte bringen oder auch hier die Potenziale, die der Domänenübergreifende Datenaustausch mit sich bringt.
00:22:07: Hier zu heben.
00:22:12: Ja und Thema Datenaustausche ist immer ein schönes Stichwort für den Datenraum.
00:22:18: das wäre natürlich dann in Zukunft eigentlich der Traum dass man eben nach Möglichkeit diese verschiedenen Datenräume überhaupt übergreifen sei es jetzt Manufacturing X oder Building X, Construction X was dort eben zusammenbringt.
00:22:33: Und dafür braucht man natürlich eine gemeinsame Sprache und die Sprache sehe ich eben und sehen eben auch viele andere in Form der Verwaltungsschale weil man so dann eben einen gemeinsamen Dialekt hat, eine gemeinsam Sprache spricht und dann eben Informationen auch übergreifend austauschen kann und im besten Fall dann eben auch die Prozessindustrie leicht mit den anderen Industrien reden kann, Informationen leicht austauschen kann und auch selber leicht an Informationen natürlich rankommt.
00:23:01: Verlassen wir mal die Technik und gehen auf die persönliche Perspektive über.
00:23:07: Was motiviert euch denn persönlich?
00:23:10: Euch für so etwas wie eine Asset Administration Shell in der Prozessindustrie zu engagieren ist ja nicht so ein hipster Thema das jetzt direkt auf der Straße liegt.
00:23:21: breites Engagement sorgt von ganz alleine.
00:23:25: Was hat euch dazu gebracht, was hält euch dabei?
00:23:28: Ich glaube ich habe drei Anläufe gebraucht.
00:23:31: also ich war durch meine Abteilung per se schon in der Prozessindustrie tätig hab dort eben dann Datenanalysen und Optimierung gemacht das heißt ich war damit konfrontiert irgendwie aus der Anlage meine notwendigen Daten zu bekommen sie irgendwie zu interpretieren meistens über mehrere Interaktionen von Austausch, von Excel-Dateien.
00:23:49: Bis dann mal klar wurde, dass der Sensor jetzt doch an einer anderen Stelle eingebaut war und dann eben dann endlich meine Analysen zu fahren.
00:23:56: Das ist ein großer Aufwand manuell, also personell und es ist schwierig.
00:24:02: Und dann kam irgendwie das Thema Verwaltungsschale auf.
00:24:05: Ich habe mich da rein gelesen und dachte, oh, das ist aber schwierig!
00:24:08: ich kann das nicht direkt mit dem Pipescript einlesen.
00:24:11: und dann war das erst einmal wieder adacta gelegt.
00:24:14: Aber beim dritten Anlauf kam es dann eben auf.
00:24:17: Das ist ja doch interessant, eine Standard-Sieße Datenstruktur.
00:24:20: Ich kann dort Zeit rein ablegen und ich weiß wie welche Sensoren vielleicht verschachtelt sind.
00:24:24: Im besten Fall habe vielleicht noch zusätzliche Daten.
00:24:27: Okay, ich weiß wieder Messbereich des Sensors ist.
00:24:30: Wenn da jetzt minus zwanzig Grad anzeigt und draußen schöner Sonnenschein ist, wird das wahrscheinlich nicht ganz stimmen und kann auch so die ganze Validität überprüfen.
00:24:43: Und dann kam ich jetzt endlich zu dem Thema Verwaltungsschale und finde das heutzutage sehr, sehr spannend.
00:24:49: Weil es eben standardisiert ist und weil es recht einfach ist.
00:24:53: Wir haben eine API die eben recht gut ansprechbar ist und dann eben auch ein Datenformat was relativ leicht verarbeitbar ist.
00:25:04: Das macht natürlich mit Personen wie bisschen in der Informatik unterwegs recht glücklich.
00:25:09: trotzdem ganzen Überhang, den so eine Standardisierung eben auch mit sich bringen kann.
00:25:15: Ja für mich ist vielleicht einmal das Attraktive, dass natürlich wenn man mit KI, mit Machine Learning zu tun hat dann braucht man gute Datengrundlage und das bietet im Grunde ein standardisiertes Datenmodell.
00:25:29: also allein aus dem Aspekt heraus finde ich das Thema sehr interessant.
00:25:34: wie gesagt ich war für Gebäude bereichtätig kannte da den Ansatz BIM und bin dann erst zur Verwaltungsfahle gekommen, habe aber sofort da sehr viele Parallelen gesehen und fand das deshalb sehr spannend mich da auch näher mit auseinanderzusetzen.
00:25:49: Und jetzt durch die generative KI gibt es natürlich auch nochmal ganz neue Möglichkeiten um eben genau solche Standards attraktiver zu machen um die Hürden zu senken, Standards zu verwenden weil wir eben vieles wirklich automatisieren können durch diese Sprachmodelle beispielsweise.
00:26:11: Das ist das was mich jetzt umtreibt.
00:26:14: Da sind wir ja schon fast bei dem Blick auch in die Zukunft und wir fragen unsere Gesprächspartner gerne wenn eine Fee vorbeikäme uns drei Wünsche entgegennehmen würde.
00:26:25: Was würdet ihr dann für die Zukunft von dieser Fee bitten?
00:26:31: Also ich kann mal anfangen.
00:26:33: Ich würde sagen, die Fee soll erstmal nicht zu viel tun denn wir wollen ja auch noch was zu tun haben.
00:26:39: also sie sollen uns ruhig unsere Forschungsaufgaben lassen weil sonst wäre es langweilig wenn alles schon gelöst wäre.
00:26:48: aber natürlich brauchen wir weiterhin Forschungsgelder und innovationsfreudige Unternehmen, die uns unterstützen.
00:26:56: Dass die Potenziale, die Industrie für Null und KI bieten dann auch gehoben werden können.
00:27:03: Und ein weiterer Aspekt ist eine konstruktive und domainübergreifende Zusammenarbeit.
00:27:08: aber ich glaube da sind wir schon auf einem sehr guten Weg.
00:27:10: also an vielen Stellen funktioniert das schon sehr gut und da würde mich mir nur wünschen dass es weiter so geht.
00:27:18: Ja, also mein erster Wunsch wäre ganz klar der Mut auch Änderungen zu machen weil wir hatten hier mit unserem Konsortium sehr viel Glück gehabt.
00:27:26: Auch mit den Unternehmen die eben in der Namur sind.
00:27:28: aber wir erleben das natürlich auch anders dass eben Leute nicht bereit sind zu digitalisieren dort gewisse Hörden sehen und dann vielleicht gar nicht den Schritt gehen und damit da natürlich etwas fehlt und etwas zurückbleibt.
00:27:42: und dort wäre es schön wenn die Leute den Mut finden vielleicht auch mal über den Tellerrand zu schauen sich mit diesen Dingen zu beschäftigen und dann vielleicht zu sehen, dass es doch sinnvoll ist.
00:27:52: Zweitens kohärente Daten das eigentlich das was ich mir immer wünsche.
00:27:56: Das wird aber ein bisschen dauern.
00:27:58: Vielleicht kann das die Fehl beschleunigen.
00:28:00: Es wäre jedenfalls schön wenn man dort das ganze auch gut und konsistent irgendwie zur Verfügung hat.
00:28:07: Und der dritte Wunsch noch drei weitere Wünsche.
00:28:13: Da hört ihr Pia nicht gut zu bei dem Wunsch.
00:28:20: Ja, habt ihr noch Themen wo ihr gesagt hat hoffentlich stellen die die Frage und sie ist nicht gekommen und ihr wollt einfach jetzt noch ansprechen?
00:28:31: Ich hätte vielleicht noch einen Aspekt, den wir jetzt noch nicht so direkt angesprochen haben.
00:28:36: Also ich hatte erwähnt, wir hatten uns Gedanken gemacht wie wir die Struktur der Anlage konsistent in der Verwaltungsschale abbilden können um dann eben auch Fragen zu beantworten wie meine Pumpe ist kaputt welche Anlagenteile sind davon noch betroffen also diese topologischen Nachbarn sozusagen hier herauszufinden.
00:28:58: Und da hatten wir auch einige Gespräche und haben eigentlich festgestellt, dass die AS an sich von der Struktur her gar nicht so geeignet ist um effiziente Abfragen dieser Art zuzulassen.
00:29:10: Vielleicht habe ich dann Illusion gehabt.
00:29:12: es gibt ja bei den AS diese related to Verbindung wo ich sagen kann Diese Apparat an.
00:29:20: dieser Apparat ist related to über eine Rollleitung.
00:29:23: Ich hätte gedacht, dass so eine Abbildung da mit der AES praktisch auch schon vorgedacht
00:29:28: war.
00:29:30: Möglich ja aber es ist eben nicht effizient in der Abfrage.
00:29:34: Genau das ist eigentlich bisher also mit der AS auch so ein Problem gewesen.
00:29:39: Aktuell gibt's ja die AES Query Language.
00:29:42: Die hat jetzt aber erst zu langsam Einzug gehalten in die bekannte Software.
00:29:46: Vorher war eben der Weg den Ich auch teilweise gegangen bin, dass man jede Information separat abruft.
00:29:53: Was eben dazu führt, das man sehr viele Anfragen an den Server stellt und damit natürlich eine hohe Last erzeugt und damit dann entsprechend lange dafür braucht und lange rechnen muss.
00:30:04: Danke schön!
00:30:05: Genau ein Thema was mir vielleicht noch auf dem Herzen liegt, was wir gerade eingefallen ist.
00:30:10: der digitale Produktpass ist natürlich nochmal ein separates Thema.
00:30:13: aber so wie es aktuell aussieht und die Umsetzung dann eben mit der Verwaltungsschale erfolgt, ist hier natürlich auch noch ein großes Potenzial.
00:30:21: Das wird zum einen von sehr vielen Herstellern und von sehr vielen Komponenten Verwaltungsschalen bekommen und die da natürlich auch nutzen sollten.
00:30:31: Man kann natürlich die ganzen einfach ablegen in einem Ordner und dann sozusagen archivieren.
00:30:37: aber hier sollte man doch eher angeregt sein das sind für seine eigenen Komponenten für seine eigenen zusammengesetzten Komponenten, vielleicht ein Mehrwert zu schaffen und das dann weiterzutreiben.
00:30:47: Und eine Durchgängigkeit zu erreichen die eben so bisher noch nicht möglich
00:30:51: ist.".
00:30:52: Damit sind wir am Ende unserer heutigen Folge angelangt.
00:30:56: Welche drei Schlüsselbotschaften möchte die ja unseren Hörerinnen und Hörern zum Schluss mit auf den Weg geben?
00:31:03: Keine Angst vor der Digitalisierung!
00:31:05: Wir finden schon alle zusammen was die Daten angeht immer am Ball der Forschung bleiben.
00:31:13: Ich hätte K-Easy Twin einfach vernetzt, naja so einfach ist es vielleicht gar nicht wenn man genauer hinsieht aber wir haben den Anfang gemacht und freuen uns auf die weiteren Spritte gemeinsam mit unseren Partnern aus Forschung und Praxis.
00:31:27: Vielen Dank Gesang Sven!
00:31:29: Danke euch.
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